Wissenswertes über Kamelieden

Die Famiie der Kamelartigen (Camelidae) ist im Vergleich zu anderen Haus-und Nutztieren noch relativ wenig erforscht. Sie sind äußerst widerstandsfähige und genügsame Tiere die man meist dort antrift, wo es lange Trockenperioden und eine karge Vegitation gibt. Lange Zeit hatte die Wissenschaft kein ausserordendliches Interesse an diesen Tieren. Dieses ändert sich zunehmens, mit dem Hintergrund des weltweiten Klimawandels.

Die phänomentale Spezies bietet von Natur aus ein hohes Anpassungspotenzial an die aktuelle Klimaveränderung.

Insbesondere die Population der Neuweltkameliden hat in den letzten Jahren stark zugenommen: Lamas und  Alpakas werden in Europa vor allen als Hobbytiere, als Landschaftspfleger und für die tiergestützte Therapie eingesetzt.

Kamelieden gehören zur Ordnung der Paarhufer und der Unterordnung der Schwielensohler. Wegen ihres besonderen Verdauungsapperates sind sie widerkäuend, werden aber nicht als Widerkäuer klassifiziert.

Der Name Schwielensohler ergibt sich aus dem eigenartigen Aufbau der Füße. Die Auflageflächen der Fußsohle besteht aus einem durch Binde- und Fettgewebe gepolsterten Sohlenkissen, welches zum Schutz vor Hitze in den Wüstengebieten sowie zur Polsterung beim Klettern in den Anden dient.

Kamelieden untergliedern sich in Altwelt (Gattung Camelus) und Neuweltkamelieden (Gattungen Lama und Vikunja). Zu den Altweltkamelieden zählen Dromedar und Trampeltier, die umgangssprachlich auch zu dem Begriff Kamel zusammen gefasst werden.

Die Ureinwohner der Anden domeztizierten die Neuweltkamelieden und entwickelten duch ausgewählte Züchtung aus den beiden Wildformen Vikunja und Guanako das Lama (Lama Glama) und das Alpaka (Vicugna pacos). Im Laufe der Evolution gab es veschiedene Kreuzungen der Kamelieden, welche heute noch kontrovers diskutiert werden.

Auf der Basis auktueller DNA-Studien klassifiziert man Lama und Guanako in der Gattung Lama und Vikunja und Alpaka in der Gattung Vikunja.

 

Evolutionsgeschichte

 

Auf historischen Funden basierend geht man davon aus, dass eine gemeinsame Hasengroße Urform der Kamelieden vor 82 Mio. Jahren in Nordamerika vorkam.

Während der Eiszeit verließen die Tiere Nordamerika und wanderten in unterschliedliche Erdregionen aus.

Die Altweltkamelieden zogen über die heutige Behringstraße von Nordamerika über Alaska, Sibirien nach Asien.

Die Neuweltkamelieden hingegen zogen über Mittelamerika nach Südamerika.

Im Verlauf einer langen Evolution passten sich die verschiedenen Gattungen optimal ihren neuen Standorten an. Trotz der lang zurück liegenden Trennung der Kamelieden in Alt- und Neuweltkamelieden und ihren verschiedenen Lebensräumen sind sie anatomisch, physiologisch und labordiagnostisch recht einheitlich geblieben. In Nordamerika starben die Kamelieden damals völlig aus und wurden erst später wieder nach Nordamerika reinimportiert.

 

Lebensräume und Lebensbedingungen

 

Charakteristisch für alle Kamelieden ist ihre Anpassungsfähigkeit an extreme Lebensbedingungen. Im Verlauf der Evolution sind einzelne Merkmale durch die unterschiedlichen Lebensräume und Lebensbedingungen unterschiedlich stark ausgeprägt.

Kamelieden haben eine gespaltene Oberlippe, die ihnen als Greiforgan dient, um auch kleine Pflanzen und Gräser pflücken zu können ohne sie zu entwurzeln. Sie sind hervorragende Futterverwerter und können gut in Gegenden mit wenig wertvollen Gräsern leben. Hochkalorienreiches Futter oder die Gabe von Zucker stellt ein ernst zunehmendes medizinisches Problem dar. Die Tieren erkranken, bishin zum Tod.

 

Neuweltkamelieden haben schmalere und beweglichere Sohlenballen, die ihnen sicheren Halt in  felsigem und unwegsamen Gelände geben.

Alle Kamelieden können sehr gut auf extreme Temperaturschwankungen reagieren. Sie können ihre Körpertemperatur der Umgebungstemperatur anpassen. Auch innerhalb ihres Organismus erfolgt eine komplexe Temperaturregulierung.

Kamele können die Nasenlöcher verschließen, dies dient dem Schutz vor eindringendem Wüstensand.

Großkamele können auf Grund ihrer speziellen Nierenfunktion sogar Meerwasser aufnehmen und salzige Pflanzen fressen, um somit ihr Überleben zu sichern.

Des weiteren haben Kamelieden die Fähigkeit, Flüssigkeit über den Darm zu konservieren und verlieren daher wesentlich weniger Flüssigkeit über den Kot wie z. Bsp. Rinder.

 

 

Lamas

 

Wurden schon von den Inkas als Transporttiere eingesetzt. Wegen ihrer guten Anpassungsfähigkeit an Höhenlagen bis zu 5000 Meter Höhe konnten mit ihnen so alle ökologischen Zonen erreicht werden.

Lamas können in 5000 Metern Höhe bis zu 50 kg Gewicht über 30 km pro Tag tragen.

Indianer nutzten die Lama auch als Lastentiere in Gegenen die anderweitig nicht erreichbar oder nur sehr schwer passierbar waren. Das sicherte auch ihr Überleben.

Heutzutage werden Lamas zunehmend mehr in Europa gehalten.

Durch ihr ruhiges und besonderes Gemüt werden Lamas zunehmens für tiergestützte Therapien eingesetzt: Bei Kindern und Senioren, bei Depressionen, nach traumatischen Erlebnissen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Gerne werden Lamas zur Landschaftspflege in Landschafts- und Naturschutzgebieten genommen, da sie durch die weichen Sohlenkissen kaum Trittschäden verursachen.

Auch als Freizeittiere gewinnen Lamas an Bedeutung. Trekkingtouren mit ihnen sind ein wahres Erlebnis.

Sie sind neugierige und sehr sensible Tiere, die dem Menschen gegenüber zurückhaltend sind. Korrekt erzogen, wahren sie nach kurzer Begutachtung eine höfliche Distanz.

 

Lamas erreichen eine Schulterhöhe von 100 - 125 cm und ein Körpergewicht von 113 - 250 kg. Ihre Lebenserwartung beträgt 20 - 25 Jahre.

Hier finden Sie uns

Lamas aus Weiler

Tiergestützte Aktivitäten

Marika Klinder
Sportplatzweg 3
75210 Keltern-Weiler

Individuelle Tierbetreuung

_________________________

 

Schnuppertouren

_________________________

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

+49 176 99578004

 

oder nutzen Sie doch das Kontaktformular.

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Lamas aus Weiler, Marika Klinder